Die Leihmutterschaft über IVF, darunter auch kommerziell, ist in Russland erlaubt und gesetzlich geregelt.

Die ausführliche Verfahrensweise ist in der Verordnung des Gesundheitsministeriums vom 30.08.2012 festgelegt. Die Beurkundung der Geburt der durch die Leihmutterschaft geborenen Kinder ist im Familiengesetzbuch der Russischen Föderation (Art. 51–52) und im Föderalen Gesetz zu Akten des Zivilstandes (Art. 16) geregelt. Danach können Personen, die miteinander verheiratet sind und ihre schriftliche Zustimmung für die Implantation des Embryos an eine andere Frau zwecks Austragung dieses Embryos gegeben haben, als Eltern des Kindes mit Zustimmung der Frau eingetragen werden, die dieses Kind ausgetragen hat (der Leihmutter). Der Name der Leihmutter wird nicht auf der Geburtsurkunde des Kindes erwähnt. Die Rechtsprechung legt diese Norm so aus, dass auch nicht verheiratete Paare sowie Alleinstehende als Eltern eingetragen werden können. Es ist somit möglich, dass in der Geburtsurkunde der Eintrag über die Mutter fehlt und nur der alleinstehende Wunschvater eingetragen wird.

Viele russische Vermittlungsagenturen bieten Ihre Leistungen an, die allerdings mit großer Vorsicht zu genießen sind. Für viele Wunscheltern stellt sich am Ende heraus, dass sie keine genetischen Eltern des Kindes sind.